5 Gründe, weshalb die Bienen Vorreiter in der Wissenschaft sind

Die Welt der Bienen und diejenige der Menschen sind ziemlich unterschiedlich. Das bedeutet aber nicht, dass wir Menschen von den Bienen nichts lernen können. In diesem Artikel zeigen wir 5 Wege, wie Wissenschaftler das Humanverständnis dank Bienen verbessern.

Bienen und Serienmörder denken gleich

Um einen Serienmörder zu fangen, muss man wie ein Serienmörder denken. Oder besser noch, wie eine Biene. Wenn sich eine Biene auf Nahrungssuche befindet, sucht sie in der Nähe des Bienenstocks, aber weit genug entfernt, um nicht von Feinden entdeckt zu werden. Es stellt sich heraus, dass Serienmörder den gleichen Entscheidungsprozess durchführen. Dieses «geografische Profiling» ist so effektiv, dass die Forscher glauben, dass es bei der Erstellung von Algorithmen zum Fangen von Serienmördern hilfreich sein könnte.

Bienen könnten uns einen Hinweis auf den Ausbruch von Demenz geben

Wusstest du, dass Bienen die Hirnalterung umkehren können? Dies tritt auf, wenn eine ältere Biene eine Rolle ausübt, die normalerweise von jüngeren Bienen ausgeführt wird, z.B. soziale Aufgaben im Bienenstock, anstatt draussen nach Futter zu suchen. Im Jahr 2012 schlugen Forscher der Universität von Arizona vor, dass solche sozialen Interventionen beim Menschen zur Verlangsamung oder Behandlung von altersbedingter Demenz eingesetzt werden könnten.

Deine Bienen erkennen dich

Genau wie der Mensch erkennen Bienen Merkmale wie Augen, Nase und Mund und setzen sie zu einem kompletten, individuellen Gesicht zusammen. Dieser Prozess wird als «Konfigurationsverarbeitung» bezeichnet und kann in Anwendungen der Informatik helfen, die Gesichtserkennungstechnologie zu verbessern.

 

Kaffee hilft – auch den Bienen

Genau wie die meisten von uns Kaffeetrinkern mögen Bienen Koffein. Wissenschaftler der Universität Newcastle entdeckten, dass Bienen, die sie mit einem mit Koffein versetzten Nektar fütterten, sich mit dreimal höherer Wahrscheinlichkeit an den Duft der Blume erinnern als diejenigen, die sich nur von Zucker ernähren. Die Spezialfütterung verbesserte auch die Gedächtnisfunktion, da sie den Bienen half, sich daran zu erinnern, welche Blüten mit dem koffeinhaltigen Pollen gefüttert worden waren. Sie ermutigte die Bestäuber zudem, zu den Blüten mit dem ausgeprägten Duft zurückzukehren.

Kokain macht Bienen zu Lügnern

Während Koffein positive Auswirkungen auf Bienen hat, ist es bei Kokain nicht ganz dasselbe. Beim Bienentanz kommunizieren Sammelbienen aussichtsreiche Nahrungsquellen für Nektar und Pollen mit Ergiebigkeits-, Richtungs- und Distanzangaben. Wenn dem Volk eine geringe Dosis Kokain verabreicht wurde, erhöhte sich die Rate der Bienen, die nach der Futtersuche tanzen, ohne dass sich die tatsächliche Sammeltätigkeit oder die Flugbewegungen der Bienen veränderten. Die Sammelbienen überschätzten also den Wert der gesammelten Pollen und des Nektars, und kommunizierten deshalb in übertriebenem Masse. Die Forscher verwendeten die Tanzsprache, um die Wirkung von Kokain auf die Bewertung von Belohnungen zu untersuchen. Genau wie die Menschen, zeigten auch die Bienen Entzugserscheinungen, sobald die Kokainlösung entfernt wurde.

Vatorex, Grant Morgan
15 Mai, 2020
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